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Do, 24.12.2020Schwäche zuzugeben heißt, dass wir einander brauchen

Christmette mit Bischof Thomas Adomeit in der Kirche St. Ansgar in Oldenburg-Eversten. Alle Fotos: ELKiO/D.-M. Grötzsch

Die musikalische Gestaltung der Christmette übernehmen die Altistin Wiebke Lehmkuhl (Mitte), Veronika Skuplik (Violine) und Kirchenmusikdirektor Johannes von Hoff (Orgel).

„Schwäche zuzugeben heißt, dass wir einander brauchen“, betont der Oldenburger Bischof Thomas Adomeit in seiner Predigt in der Christmette an Heiligabend. Aber was gebe es besseres für eine Gesellschaft, die sich gerade neu finden müsse, weil die Welt und die Menschen sich so veränderten, fragt der Leitende Geistliche der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg in dem Videogottesdienst, der auf dem YouTube-Kanal der oldenburgischen Kirche zu sehen ist. Der Gottesdienst wurde an Heiligabend auch vom Oldenburger Lokalsender Oldenburg Eins (Oeins) übertragen.
       
Das Wunder der Weihnacht werde erkennbar und „groß ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens“. Gott komme den Menschen entgegen. „Die Heilige Nacht verändert uns: Denn wir erkennen uns“, so Adomeit. Gott halte den Menschen mit dem Kind in der Krippe den Spiegel ihres Lebens vor. „Wenn dieser Gedanke etwas nachklingt, dann geht es also gar nicht zuerst um Gott und das Jesuskind, sondern es geht um uns selbst. Wir erkennen in der Krippe uns, so wie Gott uns geschaffen und gewollt hat“, so Adomeit. 
           
In aller Verletzlichkeit komme Gott auf die Welt – aber die Menschen bauten Schutzwälle um sich herum: „Schwäche zeigen passt nicht in unser Bild.“ In aller Bedürftigkeit komme Gott auf die Welt: „aber wir glauben, unser Wohlergehen und Glück liegen in unserer Hand“, so Adomeit. Ihn aller Unschuld komme Gott auf die Welt: „aber wir meinen, dass, wenn wir uns an Gesetze halten, wir ohne Schuld sind.“
            
„Schwäche zuzugeben heiße, dass wir einander brauchen. Was gibt es besseres für eine Gesellschaft, die sich gerade neu finden muss, weil die Welt und die Menschen sich so verändern? Zeigen wir uns. Bedürftigkeit zuzugeben heißt, nicht wir haben und andere haben nicht. Damit die Welt gerechter werden kann, ist der erste Schritt, zu erkennen, dass wir alle bedürftig sind. Hier und in Afrika, in Europa und auf dem Mittelmeer. Als Bedürftige sind wir verbunden und achten mehr aufeinander. Zeigen wir uns. Schuld bekennen heißt nicht, zuzugeben, was bewiesen werden kann, sondern zu wissen, dass wir keinen Tag ohne Fehler verbringen – und angewiesen sind darauf, dass uns verziehen wird. Zeigen wir uns. Mit unserer Lieblosigkeit, mit unseren Fehlern, mit unserer Schuld treten wir in an die Krippe“, so der Bischof der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg in seiner Weihnachtspredigt.
       
Die musikalische Gestaltung der Christmette übernahmen die Altistin Wiebke Lehmkuhl, Veronika Skuplik (Violine) und Kirchenmusikdirektor Johannes von Hoff (Orgel). Zu hören sind unter anderem die Arien „Bereite dich Zion“ und „Schließe mein Herze“ aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach.

 

Der Gottesdienst mit Bischof Thomas Adomeit aus der Oldenburger Kirche St. Ansgar (Eversten) ist auf dem YouTube-Kanal der oldenburgischen Kirche zu sehen.   
 

Weitere analoge und digitale Angebote der oldenburgischen für die Weihnachtstage wie einen Weihnachtsgottesdienst mit Krippenspielszenen finden Sie unter: www.kirche-oldenburg.de/weihnachten  
 

 


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Inhaltlich verantwortlich für die hier angezeigten Meldungen ist die Pressestelle der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Bei Hinweisen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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